Rauschmittel

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Sind Cola, schwarzer Tee und Kaffee Rauschmittel?

Das ist so einfach nicht zu erklären. Wir trinken diese Getränke aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen geht es um den Geschmack an sich, zum anderen sind alltägliche Rituale damit verbunden. Cola erfrischt und "stärkt" dich während oder nach dem Sport, Tee wird am Nachmittag mit der Familie getrunken und Kaffee wird oft am frühen Morgen konsumiert, weil er wach macht. Macht er das? Für die meisten Menschen ist das in der Tat so. Warum? Das Koffein im Kaffee stimuliert das Zentralnervensystem. Dieses Rauschmittel ist eines der milderen Mittel, die das Zentralnervensystem beeinträchtigen.

Rauschmittel und das Zentralnervensystem

Ein Rauschmittel oder eine Droge ist jegliche chemische Substanz, die den Körper, seine Funktionen und Struktur beeinflusst. Viele Drogen, sowohl legale als auch illegale, sind psychoaktive Drogen. Sie wirken auf die Vermittlung von Nervenimpulsen ein, was bedeutet, dass sie das zentrale Nervensystem beeinflussen.

Beispiele für psychoaktive Drogen

Koffein (sprich Kóffe-in) ist ein Beispiel für ein psychoaktives Rauschmittel. Es ist in Kaffee, schwarzem Tee, Cola, Schokolade und in vielen anderen Produkten enthalten. Koffein stimuliert das Zentralnervensystem. Es ist ein Aufputschmittel, und wie viele andere Aufputschmittel macht dich Koffein wach und wachsam. Beispiele für andere psychoaktive Drogen sind Alkohol, Nikotin und Marihuana. Jedes dieser Mittel hat einen anderen Einfluss auf das zentrale Nervensystem. Alkohol beispielweise ist ein Beruhigungsmittel. Seine Wirkung ist entgegengesetzt zu der von Aufputschmitteln wie Koffein.

Produkt Koffeinanteil[1] (mg)
Filterkaffee (durchschnittliche Tasse) 100
Tee (durchschnittliche Tasse) 50
Colagetränke (Glas) bis zu 40
Energy-Drink (250-ml-Dose) bis zu 80
Schokolade (50 Gramm) 50



Koffeinwirkung auf Spinnennetz.jpg

Drogen und Drogenmissbrauch

Psychoaktive Drogen können Veränderungen der Stimmung verursachen, die derjenige, der die Droge nimmt, wünschenswert findet.

Drogenmissbrauch ist der Gebrauch von Substanzen, der ohne den Rat eines Arztes erfolgt und mit der ursprünglichen Funktion der Substanz, meist einem Medikament, nichts mehr zu tun hat. Die wiederholte Verwendung bestimmter psychoaktiven Substanzen kann zu einer Gewöhnung führen, landläufig Drogenabhängigkeit genannt. Es fällt dann schwer, den Konsum dieser Stoffe einzustellen. Bei Opiaten zum Beispiel passt sich der Körper auf die externe Zufuhr an und stellt die eigene Produktion dieser Substanzen ein. Durch die Gewöhnung muss nach einiger Zeit die Dosis der Substanz erhöht werden, um den erwünschten Effekt zu erzielen. Man spricht dann von einer "körperlichen Abhängigkeit". Darüber hinaus müssen diese Stoffe auf einem unkontrollierten Markt "auf der Strasse" erworben werden. Ohne Kontrolle, wie bei Medikamenten üblich durch Hersteller und Apotheken, führt dies zu schwankenden Gehalten, Verschmutzungen und einem Milieu der Gewalt. Schwankende Gehalte und Verunreinigungen können zu einer Überdosis und damit oftmals zum Tode führen. Durch die soziale Stigmatisierung scheuen viele Personen, denen das passiert, einen Gang zum Arzt.

Zusammenfassung

  • Drogen sind chemische Substanzen, die Körperfunktion oder –struktur beeinflussen.
  • Psychoaktive Drogen wie Koffein und Alkohol beeinflussen das zentrale Nervensystem, indem sie die Übermittlung von Nervenimpulsen verändern.
  • Bestimmte psychoaktive Drogen können zu Drogenmissbrauch und Drogenabhängigkeit führen.



Aufgabe

Fragen zur Überprüfung

  1. Was ist eine psychoaktive Droge? Nenne zwei Beispiele.
  2. Definiere den Begriff Drogenmissbrauch. Wann kommt es zu einer Drogenabhängigkeit?

Einzelnachweise

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Kaffee bzw. Koffein und Schwangerschaftsrisiken; 20.11.2007;http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=788 (Zugriff: 27.12.13)