Die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems

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Wie kann ich mein Herz fit und meine Arterien sauber und rein halten?

In Deutschland sterben mehr Menschen an Herzerkrankungen als an irgendeiner anderen Ursache. Bei über der Hälfte dieser Herzerkrankungen ist ein Herzinfarkt die Todesursache. Die restlichen Todesfälle gehen auf Schlaganfälle, Bluthochdruck und andere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zurück. Arteriosklerose ist die Hauptursache von Herzerkrankungen. Herzerkrankungen treten meist bei älteren Menschen auf. Allerdings gehören sie zu den Haupttodesursachen bei Menschen unter 65.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden Blutgefäße oder Blutzufuhr des Herzens beeinträchtigt. Die häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung ist die Arteriosklerose. Bei der Arteriosklerose bilden sich Fettablagerungen, sogenannte Plaques, auf der Innenseite der Arterienwand. Diese Plaque-Ablagerungen verändern die Wände der Arterien. Die Arterien werden steif und verlieren ihre Elastizität. Die Plaque verschmälert den Durchmesser der Arterien. Diese Verengung der Arterien stört den Blutdurchfluss, und das Herz muss härter arbeiten. Manchmal werden die Arterien so eng, dass der Blutfluss verlangsamt oder sogar gestoppt wird.

Arteriosklerose kann alle Hauptarterien (Hauptschlagadern) betreffen, vor allem die, die zum Herzen, dem Gehirn, den Nieren oder Beinen führen. Bei voranschreitender Erkrankung wird der Innendurchmesser der Arterien kleiner und die Arterienwände verhärten sich. Eine verengte, verhärtete Arterie kann sich nicht mehr ausdehnen, um den Blutstrom zu erhöhen, wenn ein erhöhter Bedarf besteht, wie z.B. wenn man Sport treibt. Eine weitere Erkrankung ist eine lokale Schwächung der Arterienwand, die sich nach außen ausbeult. Eine solche Ausbeulung nennt man Aneurysma. Wenn ein Aneurysma sehr groß wird und die Wände der Gefäße sehr dünn sind, kann es platzen. Wenn das passiert, tritt Blut aus den Adern und die Person kann innerlich verbluten.

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Vertiefung

Wusstest du schon?
Der Herzinfarkt zählt in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Etwa 213.000 Herzpatienten verstarben 2010 nach einem Infarkt. Männer sind fast doppelt so häufig betroffen wie Frauen.



Vertiefung

Wusstest du schon?
Wenn eine Person zu wenig Sauerstoff im Blut hat oder nicht genug Blut die Körpergewebe erreicht – wie z. B. das Gehirn – dann kann diese Person:

  • eine erhöhte Herzfrequenz und Atmung haben.
  • einen geschwollenen, roten Hals und ein ebensolches Gesicht haben.
  • ein blaues Gesicht und blaue Lippen, Nägel und Finger haben.
  • eine laute Atmung mit Schaum am Mund haben.
  • das Bewusstsein verlieren.
  • unkontrolliert zittern oder einen Krampfanfall haben.
  • sterben.



Zu einem Herzinfarkt kann es kommen, wenn die Herzkranzarterien, die dein Herz mit Blut versorgen, mit Plaque oder einem Blutgerinnsel (Blutklumpen) verstopfen. Wenn die Arterien sehr dünn werden, kann es zu einer plötzlichen Verstopfung kommen. Dort, wo sich Plaque bildet, ist die Arterie beschädigt und ihre innere Oberfläche wird rau. Wenn sich ein kleiner Blutklumpen bildet, kann er sich lösen und die Arterie "stromabwärts", wo sie dünner wird, verstopfen. Hierdurch kann das Blut, das zum Herzen fließt, plötzlich blockiert werden. Wenn nicht mehr genug Blut zum Herzen fließen kann, bekommen die Herzmuskelzellen nicht genug Nährstoffe und Sauerstoff. Die anfallenden Abfallprodukte können nicht mehr abtransportiert werden und stauen sich in den Herzmuskelzellen an. Teile des Herzmuskels sterben ab.

Der Teil des Herzens, in welchen die Arterie mündet, kann kaum noch genug Pumpleistung aufbringen, da die Herzmuskelzellen des linken und rechten Ventrikels nicht mit ausreichend Blut versorgt werden. Wenn nicht genug Blut in die Herzmuskelzellen gelangt, so bekommen sie zu wenig Nährstoffe und Sauerstoff. Abbauprodukte der Zellen können zudem nicht abtransportiert werden und sammeln sich in ihnen an.

Jemand, der einen Herzinfarkt hat, kann unter Schmerzen in der Brust leiden, schwitzen und ohnmächtig werden, wenn das Herz aufhört zu schlagen. Wenn das Herz nicht mehr schlägt, bekommt das Gehirn nicht genügend Sauerstoff, was zur Folge hat, dass die Person ohnmächtig wird. Eine Erste-Hilfe-Maßnahme bei Herzstillstand ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Einige Ärzte behandeln Arteriosklerose, indem sie die verengte Stelle der betroffenen Arterie weiten. Eine dieser Behandlungsmethoden nennt sich Angioplastie. Hierfür wird ein ballonartiger Katheter am Ende eines langen, dünnen Schlauches in die Arterie geführt und am Engpass der Arterie positioniert. Dann wird der Ballonkatheter aufgeblasen, um die Plaque gegen die Arterienwand zu drücken. So wird die Arterie wieder geöffnet. In einigen Fällen kann sich die geweitete Arterie wieder verengen und muss mehrmals mit dem Ballonkatheter ausgedehnt und geöffnet werden.

Eine Koronararterien-Bypass-Operation ist eine weitere Methode, Arteriosklerose zu behandeln. Bei dieser Operation wird aus Teilen eines gesunden Blutgefäßes eine "Umleitung" um die verengten Koronararterien (Herzkranzarterien) herum genäht, sodass das Blut wieder ungehindert fließen kann. Hierfür werden normalerweise Teile aus der Beinvene entnommen. Wenn jemand einen dreifachen Bypass hat, heißt das, dass drei Stellen der Koronararterie "umgeleitet" wurden. Diese Operation muss gegebenenfalls wiederholt werden, wenn die Plaque sich erneut bildet.

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Zu einem Schlaganfall kann es kommen, wenn eine Arterie, die das Blut zum Gehirn führt, von Arteriosklerose betroffen ist. Oder auch, wenn ein Stück Plaque oder Blutgerinnsel (Blutklumpen) sich löst und eine zum Gehirn führende Arterie verstopft. Das Gehirn kann hierbei beschädigt werden, wenn zu wenig sauerstoffhaltiges Blut zu einem oder mehreren Gehirnarealen gelangt. Wenn beispielsweise ein Teil des Gehirns beschädigt wird, der für die motorische Kontrolle des linken Beines zuständig sind, kann die Person die Kontrolle über ihr linkes Bein verlieren. Wenn ein Gehirnareal beschädigt wird, das für die Sprachproduktion verantwortlich ist, hat die Person Probleme beim Sprechen oder verliert ihre Sprache ganz.

Anmerkung

Was meinst du?
Meinst du, dass Teenager mehr Risiken eingehen als andere Altersgruppen? Warum oder warum nicht?



Vertiefung

Wusstest du schon?
Mehr als doppelt so viele Raucher wie Nichtraucher sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Je früher man anfängt zu rauchen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man später Herzprobleme haben wird. Raucher, die nach einem Herzinfarkt aufhören zu rauchen, überleben mit einer höheren Wahrscheinlichkeit als solche, die weiter rauchen. Generell haben Nichtraucher eine höhere Wahrscheinlichkeit, länger und gesünder zu leben.



Welches sind die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Risikofaktoren sind Zustände oder Gewohnheiten, die es wahrscheinlicher machen, an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken. Die meisten Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben in ihrem Leben irgendwann einmal geraucht oder rauchen noch. Andere potentielle Risikofaktoren sind Essgewohnheiten. Menschen, die zu viel zucker- und fettreiche Lebensmittel essen und sich zu wenig bewegen, sind häufig übergewichtig und gehören somit zu der Risikogruppe, die anfällig für Herz-Kreislauf-Probleme ist. Andere Menschen haben einen erhöhten Blutdruck und viele Fälle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie. Wieder andere können schlecht mit Stress umgehen. All diese Faktoren sind Risikofaktoren. Lass uns auf jeden dieser Faktoren näher eingehen.

Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Rauchen

Zigarettenrauch enthält Nikotin und andere Chemikalien, die die Innenwand von Arterien beschädigen. Diese Chemikalien beschädigen ebenfalls die Lunge und andere Teile deines Atmungssystems. Zigarettenrauch erhöht den Kohlenmonoxid-Spiegel in deinem Blut. Blut mit erhöhten Kohlenmonoxid-Werten kann weniger Sauerstoff transportieren als normales Blut, weshalb die Zellen weniger Sauerstoff erhalten, als sie benötigen. Rauchen verengt ebenfalls die Arteriolen und erhöht den Blutdruck. Durch die verengten Arteriolen kann weniger Blut zu den Kapillaren fließen. Dies verringert ebenfalls die Sauerstoffversorgung der Körperzellen eines Rauchers. Rauchen beschädigt das innere Gewebe von Blutgefäßen, und ein Raucherherz muss härter pumpen. Nicht nur der Raucher ist von diesen Risikofaktoren betroffen, sondern auch die Leute, die sich in der Nähe des Rauchers aufhalten und passiv rauchen.

Refexion

Überprüfe dich selbst!
Was kann passieren, wenn die Zellen nicht genug Sauerstoff bekommen?



Vertiefung

Wusstest du schon?
Cholesterin (oder Cholesterol) ist eine wachsige, weiße Substanz, die in tierischen Zellen zu finden ist. Zwar braucht der Körper etwas Cholesterin, um andere Stoffe herzustellen, aber der Körper kann auch sein eigenes Cholesterin herstellen. Die Leber kann das gesamte Cholesterin produzieren, das der Körper braucht. Wir müssen nicht noch zusätzliches Cholesterin essen. Ein Drittel der jungen Menschen in Deutschland nehmen zu viel Cholesterin über Lebensmittel auf.

Fett im Blut

Es gibt viele Nachweise dafür, dass eine fettreiche und cholesterinreiche Ernährung die Arterien blockieren und verhärten kann. Eine Fettansammlung in den Arterien ist zwar ein langsamer Prozess, aber er fängt schon bei sehr jungen Menschen – ab dem Alter von 10 Jahren! – an. Es gibt keine Symptome, die dich vor diesem Verfettungsprozess warnen, und du bemerkst ihn erst, wenn er schon sehr fortgeschritten ist. Eine Art und Weise, dich davor zu schützen, ist, auf eine fettarme und cholesterinarme Ernährung zu achten.

Bluthochdruck

Wenn eine Person Bluthochdruck hat, bedeutet dies, dass der Blutdruck über einen längeren Zeitraum höher ist als normal. Du kannst in der Tabelle weiter unten sehen, dass der Normalwert keinen exakten Wert, sondern einen Bereich "bis …" bezeichnet.

Vertiefung

Wusstest du schon?
Deine Nieren halten dein Blut sauber. 20 % des Blutes, das vom Herzen kommt, fließt über die Nieren. Es dauert etwa 50 Minuten, bis dein gesamtes Blut gereinigt ist. Die Nieren arbeiten, um die Homöostase in deinem Blut aufrechtzuerhalten, indem sie die Werte von Wasser, Salz und anderen chemischen Subtanzen ausbalancieren. Ärzte haben herausgefunden, wie man Menschen mit Nierenproblemen helfen kann. Menschen, bei denen die Nieren nicht mehr richtig arbeiten (Niereninsuffizienz), können sich im Krankenhaus behandeln lassen, indem sie für einige Stunden an eine Maschine angeschlossen werden, die als künstliche Niere arbeitet. Diese künstliche Nierenmaschine nennt man Dialyseapparat.



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Die Blutdruck-Normalwerte bei Kindern und Jugendlichen verändern sich mit dem Alter. Sie sind auch abhängig von Körpergröße und Geschlecht. In der Tabelle[1] siehst du einige Beispiele dafür, wo in Deutschland die Grenzen zum Bluthochdruck gezogen werden. Amerikanische Ärzte setzen niedrigere Grenzen.

Alter Normaler Blutdruck Ein wenig zu hoch, aber noch normal Bluthochdruck
12 Jahre systolisch < 120 mm Hg 120–125 mm Hg > 125 mm Hg
12 Jahre diastolisch < 75 mm Hg 75–80 mm Hg > 80 mm Hg
16 Jahre systolisch < 125 mm Hg 125–135 mm Hg > 135 mm Hg
16 Jahre diastolisch < 80 mm Hg 80–85 mm Hg > 85 mm Hg
ab 18 Jahre systolisch < 130 mm Hg 130–140 mm Hg > 140 mm Hg
ab 18 Jahre diastolisch < 85 mm Hg 85–90 mm Hg > 90 mm Hg



Ein hoher Blutdruck trägt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Bluthochdruck erhöht das Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu bekommen, da er dein Körpersystem unter zu viel Stress setzt. Bluthochdruck kann die Wände der Arterien schwächen und Aneurysmen (Arterienerweiterungen) verursachen. Bluthochdruck ist ein stiller Mörder, da es wenige Symptome gibt, die dich vor dem Problem warnen. Du weißt nicht, ob du Bluthochdruck hast, es sei denn, du misst deinen Blutdruck regelmäßig.

Die genaue Ursache von Bluthochdruck ist unklar. Blutdruck ist überwiegend von Genen bestimmt, die du von deinen Eltern erbst. Blutdruck wird auch von deiner Ernährung und deinem Bewegungsgrad beeinflusst. Einige Menschen mit Bluthochdruck werden damit geboren, haben ihn ihr ganzes Leben und brauchen Medikamente, die ihren Blutdruck normal halten. Andere Menschen können durch einen ungesunden Lebensstil Bluthochdruck bekommen. Veränderungen des Lebensstils können Bluthochdruck verhindern oder einen hohen Blutdruck normalisieren. Ein niedrigerer Blutdruck senkt die Risiken, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen.

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Fettleibigkeit (Adipositas)

Ein zu hohes Körpergewicht kann das Herz-Kreislauf-System unter Stress setzen. Das Herz von fettleibigen Menschen muss härter arbeiten, um alle Körperzellen mit den nötigen Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Fettleibige (oder adipöse) Menschen haben ebenfalls einen erhöhten Fett- und Cholesterinspiegel im Blut. Fettleibigkeit kommt sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen vor. Stark übergewichtige Männer mittleren Alters haben ein dreifach höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, als Männer, die Normalgewicht haben. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sind wichtig, um Fettleibigkeit zu vermeiden.

Mangel an Bewegung

Ein weiterer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist der Mangel an Bewegung. Das Herz, die Lunge und den Kreislauf durch Bewegung oder sportliche Aktivitäten zu beanspruchen reduziert die Belastung durch andere Risikofaktoren. Bewegung senkt den Stress und die Zirkulation von Fetten und Cholesterin. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, ein hohes Übergewicht oder Bluthochdruck zu haben, bei körperlich aktiven Menschen geringer. Abgesehen von den medizinischen und gesundheitlichen Vorteilen kann es auch Spaß machen, fit zu bleiben. Du brauchst kein super Athlet zu sein, um von Bewegung zu profitieren. Gehen ist eine der einfachsten Aktivitäten, die es gibt, und die beste Art der Beanspruchung für das Herz.

Herz-Kreislauf-Aktivitäten erhöhen deine Herzfrequenz, das heißt die Anzahl der Herzschläge pro Minute. Sie ist abhängig vom Alter der Person. Sport erhöht die Herzfrequenz. Die beste Art von Bewegung für deinen Körper ist Herz-Kreislauf-Training. Bei dieser Art von Bewegung sollte deine Atmung für 20 Minuten oder länger schneller und tiefer sein. Herz und Lunge versorgen die Muskeln mit Sauerstoff, damit du das Training aufrechterhalten kannst. Herz-Kreislauf-Trainingsformen wie schnelles Gehen, Laufen, Radfahren, Skaten oder Schwimmen bilden Muskeln aus und erhöhen die Koordination und Herzleistung.

Der Herzfrequenz-Richtwert ist nicht die einzige Art und Weise, den Grad deines Trainings zu messen. Da jeder Organismus anders arbeitet, ist es wichtig, dass du auf deinen Körper hörst. Wenn du dich bewegst oder Sport treibst, solltest du dich fragen, wie hart du auf einer Skala von 1 (leicht) bis 10 (sehr schwer) arbeitest. Wenn du mit einer Trainingseinheit beginnst, dann solltest du immer leicht anfangen und dich langsam hocharbeiten, sodass du letztendlich bei 6–7 auf deiner persönlichen Trainingsskala arbeitest.

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Überprüfe dich selbst!
Warum hilft dir Herz-Kreislauf-Training bei der Fitness deines Herz-Kreislauf-Systems?



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Deine Lieblingssportarten können dir mehr oder weniger bei der Entwicklung einer Herz-Kreislauf-Fitness helfen. Finde deine Lieblingssportart auf der Tabelle.

Sportart Trainingseffekt Herz-Kreislauf
Basketball gut/sehr gut
Tanzen gut
Gymnastik mittelmäßig
Joggen sehr gut
Skaten gut
Langlauf sehr gut
Skifahren mittelmäßig
Fußball sehr gut
Schwimmen sehr gut
Tennis gut
Volleyball mittelmäßig



Die Tabelle zeigt Beispiele für Herz-Kreislauf-Trainingsformen, die dir dabei helfen können, dein Herz-Kreislauf-System gesund zu halten. Welche anderen Aktivitäten kannst du noch nennen? Das Wichtige beim Sporttreiben ist, dass du dir eine Sportart suchst, die dir Spaß macht, und dass du diesen Richtlinien folgst:

  1. Wärme deinen Körper auf und dehne deine Muskeln, bevor du anfängst.
  2. Fange mit deiner Sportart langsam an, sodass dein Herzschlag sich bis zu der für dich optimalen Richtfrequenz steigert.
  3. Halte diese Herzfrequenz für mindestens 15–30 Minuten.
  4. Übe diese Tätigkeit mindestens dreimal pro Woche aus.



Einige Jugendliche glauben, dass sie unsterblich sind, und haben für ihre Gesundheit wenig übrig. Sie denken, dass nur alte Leute von Gesundheitsproblemen betroffen sind. Aber manche Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen fangen schon sehr früh im Leben, in deinem Alter oder noch früher, an. Indem du dir jetzt schon ein passendes Trainingsprogramm aussuchst, kannst du die Wahrscheinlichkeit erhöhen, für den Rest deines Lebens fit zu bleiben.

Stress

Dein Körper reagiert auf viele verschiedene Arten und Weisen auf Stress. Deine Leber setzt Glukose (Zucker) in deinem Blutstrom für den sofortigen Energieverbrauch frei. Dein Herz pumpt schneller und härter. Deine Pupillen erweitern sich. Deine Muskeln spannen sich an. Diese Stressreaktionen helfen deinem Körper, schnell auf plötzliche Gefahr zu reagieren.

Manche Formen von Stress können stimulierend und aufregend sein. Zum Beispiel setzt es deinen Körper unter Stress, wenn du Achterbahn fährst, aber es macht auch Spaß! Auch kann dir ein gewisser Grad an Stress vor Musikkonzerten dabei helfen, dich besser zu konzentrieren und besser zu spielen oder zu singen. Viele Athleten, die ein flaues Gefühl im Magen haben, gehen als Gewinner ins Ziel.

Also können manche Stressreaktionen - wie eine erhöhte Herzfrequenz - für plötzliche, kurze Situationen hilfreich sein. Aber wenn sie über einen längeren Zeitraum andauern, sind sie nicht gesund. Manche Menschen stehen unter konstantem Stress, wenn sie in Sorge sind oder unter nervöser Anspannung stehen. Dieser Langzeitstress kann einen hohen Blutdruck und andere Gesundheitsprobleme verursachen.

Aufgabe

Ursachen von Stress
Welches sind deine Ursachen von Stress? Fertige eine Liste der Dinge an, die Stress auslösen können. Dann denke darüber nach, wie man jede der verschiedenen Stressarten bewältigen kann. Während du eine Liste erstellst, solltest du Folgendes in Betracht ziehen:

  • Welche der Ursachen sind auf innere Faktoren, also deine Persönlichkeit, zurückzuführen?
  • Welche der Ursachen sind auf äußere Faktoren und Bedingungen deiner Umgebung zurückzuführen?


Lies die fertige Liste deiner Klasse vor. Dann könnt ihr zusammen eine umfangreiche Liste von Stressursachen und Stressbewältigung anfertigen.



Stressbewältigung ist ein wichtiger Faktor bei der Erhaltung deiner Herz-Kreislauf-Fitness. Du musst entscheiden, welche Faktoren du in deinem Leben ändern kannst und welche nicht zu ändern sind. Dann musst du danach handeln. Sich über Dinge Sorgen zu machen, auf die du sowieso keinen Einfluss hast, kann noch mehr Stress verursachen. Es ist sehr wichtig zu lernen, wie man sich auf gesunde Weise bewusst entspannt, um Stress abzubauen.

Hier sind ein paar nützliche Tipps, mit deren Hilfe du Stress reduzieren und abbauen kannst:

  • Achte auf eine gesunde Ernährung.
  • Stell sicher, dass du jeden Tag ausreichend Schlaf und Ruhe bekommst.
  • Führe ein Stress-Tagebuch. Wenn du dich gestresst fühlst, schreib dir auf, wann, wo und warum du gestresst bist. Vielleicht entdeckst du ja ein Schema, das dem Stress zugrunde liegt. Wenn du weißt, was dich stresst, kannst du ihn vielleicht vermeiden oder deine Gewohnheiten ändern.
  • Entspanne dich, wenn du dich gestresst fühlst. Geh spazieren oder setz dich irgendwo alleine hin. Du kannst angespannte Muskeln wie folgt bewusst entspannen: Zuerst spanne die Muskeln an, die sich durch den Stress verkrampft haben, wie z.B. die Schultermuskeln. Dann entspanne und lass die Muskeln völlig los. (Eine tiefe und entspannte Atmung ist ebenfalls wichtig für Stressabbau. Lass hierfür deine Brust- und Bauchmuskulatur völlig locker und versuche deinen Atem so zu leiten, dass sich deine Bauchdecke und nicht deine Brust bei jedem Atemzug hebt.)
  • Versuche, dein Zeitmanagement effektiv zu gestalten. Fertige eine Liste von Dingen an, die du erledigen musst, und arbeite sie ab.
  • Versuche, auf andere Weise herauszufinden, wie du mit Stress umgehen kannst. Frage deine Eltern, Familienmitglieder, Lehrer oder Vertrauenspersonen, ob sie noch Ratschläge für dich haben.
  • Finde eine kreative Lösung für deine Probleme. Mache ein Brainstorming mit Freunden. Versuche, große Probleme in kleinere aufzuteilen, die leichter zubewältigen sind. Mache einen Plan für die Behebung der Probleme und belohne dich, wenn du eine Lösung gefunden und umgesetzt hast.




Stress kann sich vielseitig äußern. Manche Symptome von Stress sind hier aufgeführt. Hast du vielleicht einige dieser Symptome bei dir selbst, bei einem Freund oder bei einer Freundin bemerkt?

Körperlich Emotional Beziehungen
Veränderung des Appetits Ängstlichkeit Isolation
Kopfschmerzen Frustration Intoleranz
Verkrampfung launisch sein Einsamkeit
Erschöpfung Albträume Ausraster
Schlaflosigkeit Reizbarkeit Misstrauen
Gewichtsveränderung Sorge Menschen ausnutzen
Erkältungen Leicht zu entmutigen Sich verstecken wollen
Herzklopfen Depression Sich verkriechen wollen
Unruhe ..... .....
Zähneknirschen ..... .....
Aufgabe

Fragen zur Überprüfung

  1. Beschreibe die häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  2. Was passiert bei einem Herzinfarkt?
  3. Was ist ein Risiko?
  4. Beschreibe fünf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und was du dagegen tun kannst.
  5. Was für ein Risiko-Typ bist du? Wie sehr bist du bereit, Risiken einzugehen, und wie stark macht das deine Persönlichkeit aus? Was ist in bestimmten Situationen nicht so gut daran, risikoreich zu handeln? Was könnten Konsequenzen deiner Handlung sein, wenn du Risiken eingehst?

Einzelnachweise

  1. Deutsche Hochdruckliga; http://www.hochdruckliga.de/bluthochdruck-bei-jugendlichen.html (letzter Zugriff: 11. Oktober 2013)